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QUANTUM 2.0 PILOTENHANDBUCH QUANTUM 2.0 PILOTENHANDBUCH

Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Quantum 2.0 – wir hoffen, dass er dir genauso viel Freude macht wie uns! In diesem Handbuch findest du alle Informationen, Tipps und Tricks, mit denen du das Beste aus deinem neuen Drachen herausholen kannst: vom Aufbau und Start über die Pflege bis zum Kundendienst. Lies das Handbuch durch, um deinen neuen Drachen kennenzulernen, oder springe über das Inhaltsverzeichnis direkt zu einem bestimmten Thema.

Du findest die gesuchte Antwort nicht? Schreib unserem Team an info@prismkites.com, und wir melden uns so schnell wie möglich. Wir freuen uns darauf, dir zu einem gelungenen Flug zu verhelfen!

Gleichmäßigen Wind wünscht dir

das Prism-Team

Sicherheitshinweise

Als Pilot bist du – und nur du – beim Fliegen für deine Sicherheit und die Sicherheit der Menschen um dich herum verantwortlich. Lies diese Anleitung gründlich und vergewissere dich vor dem Start, dass du weißt, wie du deinen Drachen richtig benutzt. Beachte die folgenden wichtigen Hinweise für ein sicheres Flugerlebnis:

  • Vergewissere dich vor dem Start, dass dein Flugbereich frei ist. Drachen können sich schnell und unvorhersehbar bewegen. Wenn etwas schiefgeht, können dein Drachen oder seine Leine Personen in ihrem Weg schwer verletzen.
  • Wickle die Flugleine niemals um deine Hände. Bei einer Böe kann der Drachen so stark ziehen, dass die Leine dich schwer schneidet. Halte die Leinen immer an den Lenkschlaufen.
Sicherheitswarnung: niemals in der Nähe von Menschen, Flughäfen, Stromleitungen, Autos oder Gewittern fliegen

Teileübersicht

Originaldiagramme: Text innerhalb von Bildern wurde nicht übersetzt. Nutze die übersetzten Anweisungen und die nummerierte Teileliste.

Teilediagramm der Vorderseite des Quantum 2.0 Bild vergrößern: Teilediagramm der Vorderseite des Quantum 2.0

Vorderseite

1 - Obere Spreize

2 - Untere Spreize

3 - Mittelkreuz

4 - Innerer Standoff

5 - Äußerer Standoff

6 - Standoff-Halter

7 - Leitkantenverbinder

Teilediagramm der Rückseite des Quantum 2.0 Bild vergrößern: Teilediagramm der Rückseite des Quantum 2.0

Rückseite

8 - Unterer Leitkantenstab

9 - Oberer Leitkantenstab

10 - Kielstab

11 - Kinetic Dissipator

12 - Leitkanten-Muffe

13 - Splittkappe an der Flügelspitze

Aufbau

Oberen und unteren Leitkantenstab an der Muffe verbinden Bild vergrößern: Oberen und unteren Leitkantenstab an der Muffe verbinden

Entfalte das Segel und lege den Drachen flach aus. Verbinde auf einer Seite des Drachens den oberen und unteren Leitkantenstab an der schwarzen Muffe. Es kann helfen, Leitkantenverbinder und Segel mit einer Hand festzuhalten, während du mit der anderen den unteren Leitkantenstab in Position schiebst.

Hinweis: Schiebe den Stab nur so weit zur Flügelspitze, dass er mit der Muffe ausgerichtet ist. Wenn du ihn zu weit zurückschiebst, können Leitkantenverbinder und Waage vom Stab rutschen.

Gummischnur und Knoten der Flügelspitze an der Splittkappe befestigen Bild vergrößern: Gummischnur und Knoten der Flügelspitze an der Splittkappe befestigen

Spanne den Flügel, indem du die Gummischnur der Flügelspitze über die Splittkappe am Ende des unteren Leitkantenstabs ziehst. Achte darauf, den Knoten in der Vertiefung an der Spitze der Splittkappe zu sichern. Wiederhole die Schritte 1 und 2 auf der anderen Seite des Drachens.

Unmarkiertes Ende der unteren Spreize in den Leitkantenverbinder stecken Bild vergrößern: Unmarkiertes Ende der unteren Spreize in den Leitkantenverbinder stecken

Stecke das unmarkierte Ende einer unteren Spreize in den unteren Leitkantenverbinder.

Hinweis: Halte den Stab wie gezeigt nahe am Ende, damit deine Hand nicht abrutscht und das Segel nicht durchstoßen wird.

Markiertes Ende der unteren Spreize in das Mittelkreuz stecken Bild vergrößern: Markiertes Ende der unteren Spreize in das Mittelkreuz stecken

Stecke das andere, mit einem Aufkleber markierte Ende der unteren Spreize in das Mittelkreuz. Achte darauf, dass die Waageleinen weder um den Stab gewickelt sind noch hinter ihm verlaufen.

Standoffs in ihre Halter stecken Bild vergrößern: Standoffs in ihre Halter stecken

Stecke die Standoffs in die Standoff-Halter an der unteren Spreize. Wiederhole die Schritte 3 - 5 mit der anderen unteren Spreize.

Obere Spreize in beide Leitkantenverbinder stecken Bild vergrößern: Obere Spreize in beide Leitkantenverbinder stecken

Halte den Stab nahe am Ende und stecke die obere Spreize in die beiden oberen Leitkantenverbinder.

Symmetrie des Drachens und freien Verlauf der Waage prüfen Bild vergrößern: Symmetrie des Drachens und freien Verlauf der Waage prüfen

Halte den Drachen wie gezeigt an der Waage. Prüfe, ob er symmetrisch ist und die Waageleinen frei verlaufen, ohne sich um Gestänge oder Verbinder zu verfangen.

Drachenschwänze befestigen

Befestigung eines Drachenschwanzes mit Clip am Quantum 2.0 Bild vergrößern: Befestigung eines Drachenschwanzes mit Clip am Quantum 2.0

Drachenschwänze mit Clip

Drachenschwänze mit Clip kannst du am Quantum befestigen, indem du sie an einer der Gummischnüre auf der Rückseite des Drachens einhängst.

Befestigung eines Drachenschwanzes zum Durchschlaufen am Quantum 2.0 Bild vergrößern: Befestigung eines Drachenschwanzes zum Durchschlaufen am Quantum 2.0

Drachenschwänze zum Durchschlaufen

Um Drachenschwänze ohne Clip zu befestigen, nimm die Kappe des Kinetic Dissipator ab, befestige den Schwanz mit einem Buchtknoten am Kielstab und setze die Kappe wieder auf.

Über Flugleinen

WICHTIG: Die mit deinem Drachen gelieferten Flugleinen müssen richtig gepflegt und gehandhabt werden, damit sie lange halten. Bei richtiger Verwendung halten deine Leinen viele Jahre. Bei falscher Handhabung riskierst du Leinenbrüche, Verwicklungen und sogar den Verlust deines Drachens. Im Folgenden beschreiben wir die häufigsten Leinenprobleme und erklären, wie du diese Fehler vermeiden kannst. Ersatzflugleinen sind nicht von der Garantie deines Drachens abgedeckt. Lies und verstehe daher diesen Abschnitt, bevor du mit dem Fliegen beginnst.

Gerissene Flugleinen

Die mitgelieferten Leinen sind stark genug für deinen Drachen, wenn du ihn innerhalb des angegebenen Windbereichs (5-25 mph) fliegst. Bei höheren Windgeschwindigkeiten können sie jedoch reißen. Um das zu vermeiden, starte deinen Drachen nicht bei Windgeschwindigkeiten nahe der Obergrenze des empfohlenen Bereichs. Windgeschwindigkeiten schwanken. Wenn du bei der maximalen Windgeschwindigkeit fliegst, besteht Bruchgefahr, sobald sich die Bedingungen plötzlich ändern oder eine unerwartete Böe auftritt. Weiter oben ist der Wind meist stärker. Liegt die Windgeschwindigkeit am Boden nahe der Obergrenze, warte deshalb vor dem Start besser, bis der Wind etwas nachlässt.

Leinen können auch reißen, wenn du versuchst, einen verfangenen Drachen durch Ziehen freizubekommen. Halte Abstand zu Bäumen und anderen Hindernissen, damit dein Drachen nicht hängen bleibt. Prüfe nach einer ungeplanten Landung vor dem erneuten Start, ob die Leinen irgendwo hängen geblieben sind.

Halte beim Fliegen ausreichend Abstand zu anderen Drachen. Leinen können sich gegenseitig durchschneiden, wenn sie sich im Flug verfangen. Lass deshalb bei der Wahl deines Flugplatzes genug Platz für andere Drachenpiloten.

Verwicklungen und Knoten

Verwicklungen und Knoten lassen sich oft nur schwer lösen, aber leicht vermeiden. Merke dir: Deine Flugleinen sollten immer entweder vollständig auf dem mitgelieferten Winder aufgewickelt sein oder gerade von den Lenkschlaufen zum Drachen verlaufen. Ziehe die Leinen nicht über den Boden, wickle sie nicht zu einem Haufen vor deinen Füßen ab und nimm beim Aufwickeln nach dem Fliegen keine Abkürzungen. Sonst erwartet dich wahrscheinlich ein verheddertes Durcheinander.

Flugleinen befestigen

Die Waage des Quantum hat farblich gekennzeichnete Anknüpftampen, damit du die Leinen möglichst einfach verbinden kannst. Hänge die Enden der Flugleinen mit ihren Clips an den farblich passenden Anknüpftampen ein, und schon kannst du loslegen! Wenn du möchtest, kannst du die Clips auch entfernen und die Leinen auf herkömmliche Weise direkt mit einem Buchtknoten an der Waage befestigen (siehe Nützliche Knoten).

Flugleine mit Clip am Anknüpftampen der Quantum-Waage befestigt.

Flugleine mit Befestigungsclip an der Waage verbunden

Flugleine mit einem Buchtknoten an der Waage des Quantum befestigt.

Flugleine mit einem Buchtknoten direkt an der Waage befestigt

Flugleinen aufwickeln

Nach dem Fliegen ist es wichtig, die Flugleinen richtig auf ihrem Winder zu verstauen. So sind sie beim nächsten Fliegen einsatzbereit und frei von Verwicklungen. Wir empfehlen diese Wickelmethode:

Schritt 1: Beide Schnüre der Lenkschlaufen in den Schlitz des Winders einhängen.

Hänge die farbigen Schnüre beider Lenkschlaufen durch den Schlitz des Winders, um die Leinen zu fixieren.

Schritt 2: Beide Leinen zusammen in Achterform aufwickeln.

Halte beide Flugleinen zusammen und wickle sie in Achterform auf den Winder, bis die gesamte Leine aufgewickelt ist (zur besseren Übersicht ist nur eine Leine dargestellt).

Schritt 3: Lenkschlaufen über die Leinen klappen und mit der Gummischnur sichern.

Wenn die Leinen vollständig aufgewickelt sind, klappe die Lenkschlaufen über die aufgewickelten Leinen. Ziehe die Gummischnur um den Winder und schiebe den Knoten in die Kerbe am Griff, um alles zu sichern.

Flugleinen auf gleiche Länge einstellen

Deine neuen Leinen dehnen sich beim Gebrauch – keine Sorge, das ist normal! Mit den mitgelieferten verstellbaren Lenkschlaufen kannst du ihre Länge während des Einfliegens schnell ausgleichen. So nimmst du die Einstellung vor:

Befestige die mit Mantelschnur geschützten Leinenenden an einem stabilen Gegenstand und wickle die Leinen vollständig ab. Prüfe, ob sich ihre Längen unterscheiden.

Beide Leinenenden befestigen, vollständig abwickeln und die Positionen der Lenkschlaufen vergleichen.
Beide Leinenenden befestigen, vollständig abwickeln und die Positionen der Lenkschlaufen vergleichen.

Ziehe bei der längeren Leine den Knoten aus dem Inneren der Lenkschlaufe und schiebe die Lenkschlaufe nach vorn, um an den verstellbaren Anknüpftampen zu gelangen.

Einstellknoten der längeren Leine aus dem Inneren der Lenkschlaufe ziehen.
Einstellknoten der längeren Leine aus dem Inneren der Lenkschlaufe ziehen.

Binde einen Überhandknoten in den Anknüpftampen. Der Abstand zwischen dem neuen und dem alten Knoten sollte dem Längenunterschied der beiden Leinen entsprechen. Schiebe die Lenkschlaufe wieder in Position, sodass der Knoten innen sitzt.

Neuen Überhandknoten in den verstellbaren Anknüpftampen binden und die Lenkschlaufe wieder aufsetzen.
Neuen Überhandknoten in den verstellbaren Anknüpftampen binden und die Lenkschlaufe wieder aufsetzen.

Prüfe, ob die Leinen jetzt gleich lang sind (mit höchstens einem halben Zoll Unterschied), und versetze den Knoten bei Bedarf.

Beide Lenkschlaufen erneut vergleichen, um die gleiche Länge der Flugleinen zu prüfen.
Beide Lenkschlaufen erneut vergleichen, um die gleiche Länge der Flugleinen zu prüfen.

Nützliche Knoten

Doppelter Schlaufenknoten

Eine feste Schlaufe in der doppelt gelegten Leine zum Abschluss des Flugleinenendes. Geeignet für Leinen mit und ohne Mantelschnur.

Drei dargestellte Schritte zum Binden eines doppelten Schlaufenknotens.
Drei dargestellte Schritte zum Binden eines doppelten Schlaufenknotens.

Blutknoten

Zum Verbinden zweier Leinenstücke, wenn eine Flugleine gerissen ist.

Drei dargestellte Schritte zum Verbinden einer Leine mit einem Blutknoten.
Drei dargestellte Schritte zum Verbinden einer Leine mit einem Blutknoten.

Buchtknoten

Zum Verbinden der Flugleine mit dem Anknüpfpunkt an der Drachenwaage ohne Befestigungsclip.

Drei dargestellte Schritte zum Befestigen einer Leine mit einem Buchtknoten.
Drei dargestellte Schritte zum Befestigen einer Leine mit einem Buchtknoten.

Wo du fliegen kannst

Wähle deinen Flugplatz sorgfältig, um turbulenten Wind zu vermeiden. Wie Wildwasser in einem Fluss wird Wind, der an Hindernissen wie Bäumen, Gebäuden und Hügeln vorbeiströmt, böig und unruhig. Das kann den Start und das Fliegen deines Drachens erschweren oder sogar unmöglich machen.

Am besten eignet sich ein offener Strand oder eine freie Wiese mit Wind, der vom Wasser her weht. Wenn du einen solchen Platz erreichen kannst, lohnt sich die zusätzliche Anfahrt, weil Start und Flug dort viel leichter fallen. Wenn du im Landesinneren fliegst, suche weite, offene Flächen, bei denen in der Richtung, aus der der Wind kommt, mindestens eine Viertelmeile lang keine Bäume, Gebäude oder Hügel stehen.

Diagramm mit gleichmäßigem Wind vor Hindernissen und turbulentem Wind dahinter in Windrichtung

Wind wird turbulent, wenn er über Hindernisse hinweg und durch sie hindurch verwirbelt. Das erschwert Start und Flug. Für das beste Flugerlebnis fliege mit ausreichend Abstand auf der Seite vor Hindernissen, aus der der Wind kommt, wenn sie Turbulenzen verursachen könnten.

Grundlagen des Fliegens

Wenn du noch keine Zweileinerdrachen geflogen bist, empfehlen wir für den Einstieg einen Tag mit Windgeschwindigkeiten zwischen 8-12 mph. So hast du genug Wind für einen einfachen Start, aber nicht so viel, dass der Drachen schwer zu kontrollieren ist. Rechne anfangs mit einigen Abstürzen: „Unerwartete Landungen“ gehören bei neuen Piloten ganz normal dazu. Lass dich also nicht entmutigen! Lies vor dem Start diesen gesamten Abschnitt, damit du weißt, was dich erwartet.

Das Windfenster

Das Windfenster bezeichnet den Raum um dich herum, in dem dein Drachen fliegen kann. Dieser Raum erstreckt sich über dir, in Windrichtung sowie links und rechts von deinem Standort auf dem Flugfeld. Er bildet eine 1/2-Kuppel um dich, wie in der zugehörigen Abbildung gezeigt.

Direkt in Windrichtung, in der Mitte des Windfensters, liegt die Powerzone (rot dargestellt). Dort lässt sich der Drachen am einfachsten starten. Im Flug entwickelt er hier die höchste Geschwindigkeit und den stärksten Zug. Wenn du ihn zu den Rändern des Windfensters lenkst, wird er langsamer und zieht weniger stark.

Windfenster: höchste Geschwindigkeit und stärkster Zug direkt in Windrichtung; zu den Rändern hin nehmen beide ab.

Starten

Lege deinen Drachen auf die Rückseite, mit der Nase in Windrichtung vom Piloten weg. Wenn der Wind ihn wegblasen will, kannst du etwas Sand oder kleine, glatte Steine entlang der Schleppkante auflegen, um ihn zu halten. Befestige die Flugleinen am ausgelegten Drachen und wickle sie vom Winder ab, während du langsam gegen den Wind gehst. Lege die Leinen dabei gerade hinter dir auf den Boden. Am Ende der Leinen steckst du den Winder in deine Tasche und nimmst je eine Lenkschlaufe in jede Hand (rot rechts, blau links). Es ist nicht unbedingt nötig, kann aber helfen, die beiden Leinen vor dem Start zu entdrehen, indem du die Lenkschlaufen einige Male von einer Hand in die andere wechselst.

Stelle dich entspannt mit Blick zum Drachen hin. Halte die Hände vor dir, ohne die Arme ganz auszustrecken. Lass die Arme locker und achte beim Fliegen darauf, diese Haltung beizubehalten. Mit den Händen vor dir hast du immer genügend Bewegungsraum, um den Drachen zu steuern.

Ziehe beide Leinen gleichmäßig und vorsichtig zu dir, sodass sich der Drachen aufrichtet und seine Nase leicht nach hinten geneigt ist. Sand oder Steine auf dem Segel rutschen herunter und geben den Drachen für den Start frei. Prüfe, ob Drachen oder Leinen irgendwo am Boden hängen bleiben.

Halte den Drachen in dieser Position und strecke die Arme auf etwa Schulterhöhe ganz nach vorn. Mache in einer schnellen Bewegung einen Schritt zurück und ziehe die Arme kräftig nach unten und nach hinten neben deine Hüften. Der Drachen springt vom Boden ab und fliegt nach oben. Sobald er sich bewegt, halte die Hände zusammen und im gleichen Abstand zur Brust, damit er gerade nach oben fliegt. Warte mit der ersten Kurve, bis der Drachen recht hoch am Himmel steht. So hast du mehr Platz und Zeit zum Reagieren, bevor er dem Boden zu nahe kommt.

Pilot macht einen Schritt zurück und zieht beide Hände nach unten und hinten, um einen Zweileinerdrachen mit Gestänge zu starten.

Grundlegende Steuerung

Dein Drachen fliegt gerade in die Richtung, in die seine Nase zeigt, solange du beide Lenkschlaufen gleichmäßig im selben Abstand zur Brust hältst. Sobald du an einer Lenkschlaufe ziehst und die Hände nicht mehr im gleichen Abstand zur Brust hältst, beginnt er zu drehen. Solange die Hände versetzt bleiben, dreht er weiter. Je größer der Versatz, desto schneller und enger wird die Kurve.

Linke Lenkschlaufe zu dir ziehen, um den Drachen gegen den Uhrzeigersinn zu drehen.
Rechte Lenkschlaufe zu dir ziehen, um den Drachen im Uhrzeigersinn zu drehen.

Für eine Rechtskurve (im Uhrzeigersinn) ziehe die rechte Hand vorsichtig 4-6 Zoll zur Brust. Solange du die rechte Hand nah bei dir hältst, dreht der Drachen weiter im Uhrzeigersinn und fliegt bei lang genug gehaltener Position sogar einen vollständigen Looping. Sobald du die Hände wieder gleichmäßig hältst, fliegt er gerade in die Richtung weiter, in die seine Nase zeigt.

Für eine Linkskurve (gegen den Uhrzeigersinn) ziehe vorsichtig mit der linken Hand. Manche stellen sich zum Lenken gern vor, die Steuergriffe seien ein Fahrradlenker: Das Ziehen an einem Griff dreht den Drachen so, wie das Ziehen an einer Lenkerseite ein Fahrrad lenkt.

Sobald du genügend Höhe hast, kannst du mit Kurven experimentieren. Halte die Steuerbewegungen zunächst klein (4"-6") und den Drachen überwiegend vor dir, nicht zu weit links oder rechts. Mit etwas Übung kannst du ihn durch abwechselndes Ziehen an der linken und rechten Leine in weiten Bewegungen hin und her fliegen.

Wenn Kontrolle und Sicherheit wachsen, kannst du an Feinheiten arbeiten. Übe, jede Querbewegung gerade und waagerecht zu fliegen. Plane Zeitpunkt und Größe jeder Kurve und versuche, dich daran zu halten. Vergrößere die Bewegungen nach links und rechts, um die Ränder deines Flugraums zu erkunden.

Wenn du dich an einen Looping wagst, wirst du danach feststellen, dass die Leinen umeinander verdreht sind – das ist völlig normal! Deine Flugleinen bestehen aus einem speziellen Material, das auch bei mehreren Verdrehungen aneinander entlanggleitet, ohne die Steuerung zu beeinträchtigen. Zähle deine Loopings und fliege die gleiche Anzahl in die Gegenrichtung, um die Leinen wieder zu entdrehen.

TIPP: Sobald du gelernt hast, die Leinen im Flug zu entdrehen, kannst du diesen Schritt beim Aufbau auslassen. Starte einfach mit verdrehten Leinen und fliege nach dem Abheben einige Drehungen, um sie zu entdrehen.

Sanft landen

Wenn du deinen Drachen noch nicht „versehentlich gelandet“ hast und deine erste Flugrunde beenden möchtest, versuche Folgendes: Lenke ihn vorsichtig nach links oder rechts und fliege ganz zu einer Seite des Windfensters. Ganz außen trifft der Wind in einem Winkel auf den Drachen, bei dem er seinen Auftrieb verliert und langsam zum Boden sinkt. Halte die Hände ruhig und lenke ihn mit kleinen Korrekturen zu einer sanften Landung.

Zum Rand des Windfensters fliegen und den Drachen sanft nach unten führen, wenn sein Auftrieb nachlässt.

Lernvideos

Originalvideos: Ton und Untertitel wurden nicht übersetzt.

Die Way to Fly-Reihe

1996 veröffentlichten wir unser erstes umfassendes Lernvideo, Way to Fly, das auch fast 30 Jahre später eine wertvolle Hilfe für neue Piloten ist. Die gezeigten Drachen sind zwar nicht mehr erhältlich, die vermittelten Grundlagen und Fertigkeiten gelten aber noch heute. Beginne mit Way to Fly: Part 1, um Aufbau, grundlegende Steuerung und die wichtigsten Konzepte kennenzulernen. Wenn du die Grundlagen beherrschst und anspruchsvollere Tricks und Manöver lernen möchtest, mache mit The Advanced Way to Fly weiter.

Freestyle Pilot

Freestyle Pilot ist ein geordnetes Lernprogramm, das dich Schritt für Schritt von deinen ersten einfachen Landungen bis zu den anspruchsvollsten heutigen Freestyle-Tricks führt. Es enthält viele neue, schwierigere Manöver, die nach der Veröffentlichung unserer ursprünglichen Way to Fly-Reihe entwickelt wurden.

Waageübersicht

Der Quantum 2.0 hat eine schnell verstellbare Waage, mit der du deinen Drachen für unterschiedliche Windbedingungen optimal einstellen kannst. Für den Einstieg musst du nichts verstellen: Mit der Werkseinstellung fliegt er bei mäßigem Wind (8-12mph) gut. Sobald du die grundlegende Steuerung kennst, kannst du verschiedene Waageeinstellungen ausprobieren und ein Gefühl dafür entwickeln, wie sie das Flugverhalten beeinflussen.

Waageeinstellungen

Deine Waage hat eine Reihe von Knoten, die sich in verschiedenen Positionen im Mittelkreuz fixieren lassen. Dadurch ändert sich der Winkel, in dem das Segel auf den anströmenden Wind trifft. So kannst du Auftrieb und Zug an wechselnde Windbedingungen anpassen.

Die Einstellung für leichten Wind neigt die Drachennase zum Piloten. Das erzeugt mehr Auftrieb und verringert den Zug in den Leinen. Kurven werden etwas weiter und die Steuerung reagiert weniger direkt.

Die Einstellung für stärkeren Wind neigt die Drachennase vom Piloten weg. Das verringert den Auftrieb etwas und erhöht den Zug. Kurven werden etwas enger und präziser.

Draufsicht auf Mittelkreuz und Waage-Einstellknoten
Draufsicht auf Mittelkreuz und Waageknoten

Waage einstellen

  1. Ziehe an der Schlaufe unterhalb des Mittelkreuzes, um die Einstellknoten aus der Knotenaufnahme (oberes Loch) zu lösen.
  2. Schiebe die Waage durch den Schlitz nach unten, der die Knotenaufnahme mit dem darunterliegenden Durchführungsloch verbindet.
  3. Schiebe die Waage durch das Durchführungsloch, bis die gewünschte Knotengruppe gerade aus der Unterseite des Mittelkreuzes herausragt.
  4. Ziehe die Waage wieder durch den Schlitz zwischen den beiden Löchern nach oben.
  5. Ziehe die Waageschenkel oberhalb des Mittelkreuzes zurück, sodass die Einstellknoten wieder fest im oberen Loch sitzen.

Drachen einpacken

Nach dem Fliegen solltest du deinen Drachen wieder in die Tasche packen, damit er geschützt ist und beim Verstauen keine Teile verloren gehen. In der mitgelieferten Tasche kannst du deinen Quantum 2.0 auf halbe Länge falten, um ihn besonders platzsparend zu transportieren, oder in voller Länge verstauen, um ihn schneller ein- und wieder aufzubauen. Zum Verstauen empfehlen wir folgende Faltmethoden:

Auf halbe Länge einpacken

  1. Nimm die obere und die unteren Spreizen heraus und löse die Gummischnur von den Splittkappen an den Flügelspitzen. Lege den Drachen mit der Vorderseite nach oben auf den Boden und lege die Waage auf das Segel.
  2. Trenne die Abschnitte der Leitkantenstäbe und falte die Flügel in der Mitte, sodass die Flügelspitzen zur Drachennase kommen.
  3. Führe beide gefalteten Leitkantenstäbe zur Mitte des Drachens und halte sie zusammen mit dem Kielstab in einer Hand. Alle Stäbe sollen als Bündel in einer Hand liegen, während der Segelstoff darunter hängt.
  4. Achte darauf, dass Standoffs und Waage im Segel liegen. Rolle den losen Segelstoff auf, bis er ordentlich am Stabbündel anliegt. Stecke die Spreizen zwischen Stäbe und Segel und sichere alles mit dem mitgelieferten Velcro-Klettband für den Drachen.
  5. Schiebe den eingepackten Drachen in die Tasche und verstaue die Flugleinen im Netzfach.

In voller Länge einpacken

  1. Nimm die obere Spreize heraus und löse die unteren Spreizen vom Mittelkreuz und von den Standoffs. Lass sie mit den Leitkanten verbunden. Lege den Drachen mit der Vorderseite nach oben auf den Boden und lege die Waage auf das Segel.
  2. Verstaue die obere Spreize, indem du sie in das größere der beiden Löcher oben am Mittelkreuz steckst.
  3. Klappe beide unteren Spreizen an die Leitkantenstäbe und dann beide Leitkantenstäbe zur Drachenmitte. Halte sie zusammen mit dem Kielstab in einer Hand. Alle Stäbe sollen als Bündel in einer Hand liegen, während der Segelstoff darunter hängt.
  4. Achte darauf, dass Standoffs und Waage im Segel liegen. Rolle den losen Segelstoff auf, bis er ordentlich am Stabbündel anliegt. Sichere alles mit dem mitgelieferten Klettband für den Drachen.
  5. Öffne den Druckknopfverschluss unten an der Tasche und rolle die Taschenverlängerung aus.
  6. Schiebe den eingepackten Drachen in die Tasche und verstaue die Flugleinen im Netzfach.

Hinweis: Wenn du den Drachen nur kurz in voller Länge verstaust, kannst du die Gummischnur auf den Splittkappen an den Flügelspitzen lassen. Bei einer Lagerung über mehr als einige Tage löse die Gummischnüre, damit sie ihre Elastizität behalten.

Probleme und Lösungen

Wenn du Schwierigkeiten mit deinem Drachen hast, findest du hier Antworten auf die häufigsten Probleme. Dein Problem ist nicht dabei? Schreib unserem Support-Team an info@prismkites.com. Wir helfen dir gern, es zu lösen, damit du wieder fliegen kannst.

Pflege und Reparaturen

Pflege

Die Materialien deines Drachens sind robust und für eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand ausgelegt. Mit diesen Tipps bleibt er in gutem Zustand:

  • Prüfe vor jedem Start, ob alles richtig aufgebaut ist, Gestänge und Segel unbeschädigt sind und die Flugleine nicht verschlissen ist.
  • Strandsand scheuert an Leinen und Verbindern. Entferne deshalb nach dem Fliegen am Strand möglichst viel Sand. Druckluft oder eine weiche Bürste eignen sich gut. Wenn der Drachen in Salzwasser gelandet ist, empfiehlt sich ein Abspülen mit Süßwasser.
  • Lass den Drachen nicht in einem heißen Kofferraum liegen und reinige das Segel nicht mit Lösungsmitteln, weil diese den Klebstoff in den Nähten lösen können. Zum Reinigen eignen sich warmes Wasser und etwas Spülmittel auf einem weichen Schwamm am besten.
  • Schütze den Drachen vor Sonne, wenn du ihn nicht benutzt, damit das Segel nicht ausbleicht oder spröde wird.

Reparaturen

Risse im Segel sind selten, können aber entstehen, wenn dein Drachen in einem dornigen Strauch landet oder aus einem Baum gezogen werden muss. Falls dir das passiert, lass den Kopf nicht hängen! Unser bevorzugtes Reparaturband wurde speziell für dauerhafte, fast unsichtbare Reparaturen gerissener Segel entwickelt.

Reparaturband

Gebrochene oder verlorene Teile sind ärgerlich. Wir haben jedoch Ersatzstäbe, Verbinder, Flugleinen und Drachenschwänze versandbereit, damit du deinen Drachen schnell reparieren und wieder fliegen kannst!

Support

Unsere Garantie

Wir sind überzeugt, dass dir jedes unserer Produkte viel Freude bereiten wird. Wir garantieren, dass dein neuer Drachen flugbereit und frei von Mängeln mit allen Teilen und Zubehör bei dir ankommt. Wenn du bei der Prüfung deines neuen Drachens ein Problem feststellst, sag uns Bescheid. Wir werden alles Nötige tun, um es in Ordnung zu bringen.

Brauchst du Hilfe? Melde dich bei uns!

Bei allgemeinen Fragen, Reparaturen oder Garantieproblemen erreichst du uns unter info@prismkites.com. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, Montag bis Freitag. Für eine schnelle Bearbeitung füge deiner E-Mail bitte alle wichtigen Informationen bei, damit wir dir sofort helfen können. Dazu gehören beispielsweise das Drachenmodell, der Name eines gesuchten Teils oder deine Postanschrift, falls wir dir etwas zuschicken müssen. Wir freuen uns auf deine Nachricht!

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